Zur Geschichte:

Im Frühjahr 1998 war Bushplanet das erste Unternehmen in Österreich, das Hanfstecklinge produziert und zum Verkauf angeboten hat. Damals war dies noch höchst umstritten, mehrere Hausdurchsuchungen und Verurteilungen zu (bedingten) Haftstrafen waren die Folge.

Trotzdem wurde dadurch eine bedeutsame Entwicklung eingeleitet, seitdem wurden und werden von vielen verschiedenen Anbietern Stecklinge produziert. Mittlerweile ist es auch gerichtlich anerkannt, daß Hanfstecklinge legal produziert und verkauft werden dürfen.

Allerdings wird von einigen Anbietern sowie von manchen Medien behauptet, Hanfpflanzen wären nur dann legal solange die Pflanzen in der Wuchsphase seien, sobald die Pflanzen Blüten ausbilden seien sie illegal. Dieses Missverständnis wollen wir ausräumen.


Die Zielsetzung:

Die Hanfpflanze bildet sehr schöne und aromatisch riechende Blütenstände aus. Mittlerweile gibt es tausende Sorten, die sich in Wuchsform, Aroma und Wirkstoffgehalt ganz massiv unterscheiden.

Wir möchten der Öffentlichkeit näherbringen, daß Hanf nicht „eine“ Substanz ist, sondern - ähnlich der Weinkultur - eine wahre Vielfalt an Farben, Formen und Aromen ausbildet.

Es ist an der Zeit, die Unterscheidung in gute (wachsende) und böse (blühende) Hanfpflanzen zu beenden. Die Blüte ist die natürliche Entwicklung jeder Hanfpflanze und Basis für die Gewinnung von Samen, Medizin und Genussmittel.

Selbstverständlich ist es unmöglich eine von der Natur geschaffene Pflanze zu verbieten. Hingegen ist es natürlich möglich, in einer aufgeklärten Gesellschaft einen vernünftigen Umgang mit der Hanfpflanze zu entwickeln und zu pflegen.

Die Hanfbotschaft möchte den Dialog aufnehmen, sowohl mit Befürwortern als auch Gegnern einer Legalisierung, um gemeinsam eine vernunftbasierte, den Bedürfnissen aller Betroffenen Rechnung tragende Regulierung der Hanfkultur zu erwirken.


Die Umsetzung:

Im September 2015 eröffneten der Verein „Hanfmuseum“ und Bushplanet die Hemp Embassy.

In der Hemp Embassy Vienna werden lebende Hanfpflanzen in allen Stadien der Blühphase ausgestellt. Dabei werden Sorten verwendet, die auch als Medizinal- und Genussmittelpflanzen zum Einsatz kommen.

In sieben Vitrinen aus Sicherheitsglas wird jeweils eine Sorte vom Blühbeginn bis zur Erntereife präsentiert. Diese Pflanzen sind nicht nur optisch beeindruckend sondern können auch durch ihren Geruch begeistern: durch kleine Öffnungen im Glas kann jede Sorte auch einzeln olfaktorisch wahrgenommen werden.

Dazu gibt es ausführliche Informationen zu jeder Blühpflanze, wie z. B. der THC- und CBD-Gehalt, Dauer der Blühphase und genetische Herkunft. Zusätzlich wird der Blüteverlauf jeder Pflanze gefilmt und kann auch auf der Website hempembassy.org verfolgt werden.

Darüber hinaus werden allgemeine Informationen zum Thema Hanfkultur, Entkriminalisierung und Legalisierung geboten. Ein kleiner Museumsshop rundet das Angebot der Hemp Embassy ab.

Geöffnet ist von Montag bisFreitag von 11 bis 19 Uhr und Samstag von 11 bis 18 Uhr. Für alle Besucher ist der Eintritt frei.